Kongressberichte

Bei den wichtigsten der für Dermatologen relevanten Kongresse ist hautnah dermatologie
für Sie vor Ort. Wir geben Ihnen einen Überblick der Veranstaltungen und fassen die
Highlights kurz und zeitnah zusammen.

Pädiatrische Dermatologie: Hautmanifestationen maligner Erkrankungen

In der pädiatrischen Hämatologie und Onkologie kommen überraschend oft dermatologische Fragestellungen vor. Echte maligne Hauttumoren sind bei Kindern jedoch selten, therapiebedingte Hautveränderungen dagegen häufig.

15. Biedersteiner Kongress: Faltenbehandlung mit Botulinumtoxin A und Fillern

Allergische Kontaktekzeme kommen bei Kindern und Jugendlichen häufig vor (5–20%). Nickelexpositionen spielen dabei nach wie vor eine wichtige Rolle.

29. Kongress der Deutschen Krebsgesellschaft: Möglichkeiten der Melanom-Therapie

Die Hautkrebsbehandlung bewegt sich in kleinen Schritten vorwärts. Den Standardverfahren stehen bislang noch wenig Neuerungen gegenüber. Wichtig bleiben das korrekte Staging – auch mittels Lymphknotenbiopsie – und die Wahl der geeigneten Behandlungsmethode. Neben operativen Eingriffen gehört dazu auch die adjuvante Chemotherapie. Zielgerichtete Therapien sind erst in der Erprobungsphase und sollten bei Patienten noch keine Hoffnungen wecken.

15. Biedersteiner Kongress: Dermatologie im Kindesalter

Bei Kleinkindern und Säuglingen mit Hautläsionen sollte man nicht vor notwendigen Biopsien und Operationen zurückschrecken.

Vierte Fortbildungsveranstaltung des NipD: Interdisziplinärer Austausch zum Thema Kinderdermatologie

Am 28. November 2009 fand in München zum vierten Mal die Fortbildungsveranstaltung „Pädiatrische Dermatologie kompakt“ statt, initiiert vom Netzwerk interdisziplinäre pädiatrische Dermatologie (NipD e. V.). Die Veranstaltung hat zum Ziel, die Zusammenarbeit von Dermatologen und Pädiatern zu fördern. Entsprechend standen typische Hauterkrankungen im Kindesalter im Fokus.

29. Kongress der Deutschen Krebsgesellschaft: Onkologie aus dem Blickwinkel des Dermatologen

Ende letzten Jahres wurde die neue Melanom- Klassifizierung des American Joint Committee on Cancer (AJCC) publiziert. Nicht alle Experten sind einverstanden mit dieser Änderung.

Neuer Score misst Nutzen der Juckreiztherapie: Unterschätzt und unterversorgt

Pruritus ist nicht nur ein weit verbreitetes, sondern vielfach auch ein unterschätztes Leiden – nicht zuletzt, weil es sich um ein recht subjektives Symptom handelt. Der neue „Patient Benefit Index- Pruritus“ soll helfen, den Erfolg der Juckreiz-Therapie aus Sicht des Patienten zu objektivieren.

Gestörte Wundheilung: Behandlung von Keloiden und hypertrophen Narben

Effiziente therapeutische Maßnahmen bei Keloiden und hypertrophen Narben haben für die geplagten Patienten einen sehr hohen Stellenwert.

Lymphödem und chronische Wunden: Hohe Koinzidenz und heterogene Versorgung

Lymphödeme und chronische Wunden beeinflussen sich wechselseitig und betreffen in ihrer hohen Koinzidenz verschiedene medizinische Fachgesellschaften von den Gefäßchirurgen und Diabetologen, über die Strahlentherapeuten und Onkologen bis zu den Dermatologen. Die Zusammenarbeit soll noch besser werden.

Risiko-Check für Eltern: Allergie-Prävention verbessern

Früherkennung und Prävention standen im Mittelpunkt des 4. Gemeinsamen Deutschen Allergiekongresses in Berlin. Bei ihren Bemühungen, beides zu verbessern, erhielten die Veranstalter Unterstützung vom Bundesverbraucherministerium (BMELV), das anlässlich des Kongresses einen Allergie-Risiko- Check für werdende und junge Eltern vorstellte.

Kutane Lymphome: Neue Klassifikation – neue Therapiemöglichkeiten

Die aktuelle Klassifikation der Lympho me von 2008 ist nicht nur eine Frage der diagnostischen Virtuosität, sondern bestimmt vor allem maßgeblich die Prognose und die Behandlung der Erkrankungen.

Maßnahmen bei Urtikaria: Triggerfaktoren identifizieren, meiden, behandeln

Die beste Therapie der Urtikaria besteht darin, ihre Triggerfaktoren zu meiden. Empfehlungen zur Diagnostik auslösender Faktoren und zur pharmakologischen Therapie in akuten wie chronischen Fällen geben die aktuellen Leitlinien, die seit dem Update 2009 global sind.

Photoallergische und phototoxische Arzneimittelreaktionen: Überraschung an der belichteten Haut

Gar nicht selten wirken Medikamente und Licht in der Haut auf unerwünschte Weise zusammen. Phototoxische und photoallergische Reaktionen sind die Folge. Die Diagnose ist insbesondere bei Polypharmazie nicht immer einfach.

Psoriasis-Therapie: Sind unsere Patienten gut versorgt?

Patienten mit Psoriasis sind mit ihrer Versorgung zufrieden – wenn sie in der richtigen Kasse sind, in bestimmten Regionen wohnen und leitliniengerecht behandelt werden. Diese und weitere Ergebnisse kleinerer Studien wurden während der DDG-Tagung in Dresden vorgestellt.

Dermato-Onkologie: Biomarker für individualisierte Therapie gesucht

Das Fachgebiet der Dermato-Onkologie ist in Bewegung – viele neue Erkenntnisse wurden auf der DDG-Tagung in Dresden diskutiert. Wir berichten über die wichtigsten Aspekte.

14. Biedersteiner Symposium: Dermatologie im Kindesalter

Mittlerweile ist es Tradition geworden: Zum 14. Mal fand in der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der Technischen Universität München das „Biedersteiner Symposium“ statt. Die Referenten stellten einen bunten Strauß an Themen aus der Kinderdermatologie zusammen und spannten in ihren Beiträgen erfolgreich den Bogen zwischen aktuellen Forschungsergebnissen und praxisrelevanten Fragen des Alltags.

Highlights von der 45. Tagung der DDG

Wir haben uns für Sie auf der Tagung der Dermatologen in Dresden umgesehen und umgehört – eine Auswahl der spannensten Themen können Sie in dieser und der nächsten Ausgabe von hautnah dermatologie lesen.

Empfehlungen der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft zur Therapie des chronischen Handekzems: Frühzeitig behandeln, chronische Verläufe vermeiden

Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft hat erstmals eine Leitlinie für die Therapie des chronischen Handekzems (CHE) veröffentlicht. Die Behandlung zielt im Wesentlichen auf die Wiederherstellung der Barrierefunktion der Haut mit Hautschutzsalben und entzündungshemmenden Maßnahmen. Große Hoffnung setzen die Experten auf ein neues Retinoid, das seit November 2008 bei schwerem, steroid refraktärem CHE zugelassen ist.

Dritte Fortbildungsveranstaltung des NipD: Pädiatrische Dermatologie kompakt

Auch die dritte Fortbildungsveranstaltung des „Netzwerk interdisziplinäre pädiatrische Dermatologie“ verdeutlicht mit ihrer bunten thematischen Auswahl das Anliegen der Organisatoren: die interdisziplinäre Zusammenarbeit zu fördern.

Haut- und Gelenk-Zeichen – zusammen sagen sie manchmal mehr: An der Schnittstelle zur Rheumatologie

Das breite klinische Spektrum der Psoriasisarthritis macht es auch für Spezialisten nicht leicht, sie eindeutig zu identifizieren.

Trigger gesucht: Urtikaria: reizender Dauerbrenner

Etwa jeder vierte Patient, der sich in der dermatologischen Praxis mit Symptomen einer Urtikaria vorstellt, leidet unter einer chronischen Verlaufsform. Wer mit Urtikaria leben muss, ist in seiner Lebensqualität etwa im selben Ausmaß beeinträchtigt wie Patienten mit respiratorischen Allergien, erklärte Prof. Alexander Kapp, Hannover. Aufgrund der Vielfalt an möglichen Triggerfaktoren und der heterogenen Ätiologie ist für jeden Patienten ein individuelles Therapiekonzept erforderlich, so Kapp.

Die Haut als Spiegelbild allergischer Arzneimittelreaktionen: Vom Therapeutikum zur Noxe

Reagiert ein Patient allergisch auf ein bestimmtes Arzneimittel, dann äußert sich diese Unverträglichkeit am häufigsten in charakteristischen Hautmanifestationen. Diese sind in der überwiegenden Mehrzahl für den Betroffenen zwar unangenehm, aber meist temporärer Natur und in der Regel gut kontrollierbar. In knapp 2% der Fälle kommt es jedoch zu schweren, lebensbedrohlichen Arzneimittelreaktionen, die möglichst früh erkannt und adäquat behandelt werden müssen, betonte Prof. Lars E. French, Zürich.

Was bei proktologischen Erkrankungen tatsächlich hilft: Bewährtes und Obsoletes

Gegen einige verbreitete Enddarm-Erkrankungen hat sich eine große Palette an Interventionen und Medikamenten etabliert. Die Liste an Externa für die Analfissur z. B., die es auf dem Markt gibt, ist praktisch nicht mehr überschaubar. Prof. Volker Wienert, Aachen, ausgewiesener Proktologie-Experte, schied kritisch Brauchbares von problematischen bzw. überholten Maßnahmen und reduzierte den Katalog der Therapieoptionen auf das Wesentliche.

Die Chance auf Früherkennung wahrnehmen: Kutane Signale aus dem Darm

Die Beziehungen zwischen Haut und Darm sind vielfältig. Daraus resultierende Hautveränderungen sollten ernst genommen werden: Oft sind es paraneoplastische Dermatosen

Streptokokken-Infektionen der Haut: Vom Erysipel bis Phlegmone und Fasziitis

Streptokokken kommen ubiquitär vor. Neben Tonsillitiden und Scharlach sind sie für verschiedene oberflächliche – hauptsächlich nicht follikuläre – sowie tiefe, schwere Haut- und Weichteilinfektionen verantwortlich. Oft ist das richtige Erkennen des klinischen Bildes entscheidend für die schnelle Einleitung der nötigen Maßnahmen. Insbesondere bei der nekrotisierenden Fasziitis muss unverzügliches gehandelt werden.

21. Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie: Highlights aus München (Teil 1)

Der neue Ausrichtungsort der 21. Fortbildungswoche der Dermatologen scheint die Veranstaltung noch attraktiver zu machen: In einem Kongress der Superlative tummelten sich über 2.500 Hautärzte im Münchner „Gasteig“. Bei dem Angebot an hochwertigen Fortbildungsveranstaltungen blieb uns die Qual der Wahl – wir hoffen, dass Sie mit unserer Auslese praxisrelevanter Veranstaltungen einverstanden sind. In der kommenden Ausgabe von hautnah dermatologie folgt Teil 2.

Souvenir aus europäischen Urlaubsregionen : Leishmaniasis – Tropenkrankheit mit vielen Facetten

Der Klimawandel macht es möglich: Nicht nur Bundeswehrsoldaten aus Afghanistan, auch Reisende aus europäischen Urlaubsländern bringen zunehmend hartnäckige Souvenirs in Form von Leishmanien mit nach Hause.

Moderne Methoden bei Varikosen: Gute Alternative zum Stripping

Die endovenöse Obliteration stellt bei Stammvarikosen eine gute Alternative zum klassischen Stripping dar. Welche Methode sollte bei welchem Patienten angewendet werden?

Spezifische Schwangerschaftsdermatosen: Neue Ordnung für den Juckreiz

Spezifisch in der Schwangerschaft auftretende Dermatosen haben meist eins gemeinsam: einen heftigen Juckreiz. Hier enden dann bereits oft die Parallelen, auch in Bezug auf die Prognose für das Kind bzw. den weiteren Verlauf der Schwangerschaft. Eine sichere Diagnose tut daher Not.